Wenn’s mal wieder schunkelig wird

Oktober 16th, 2008

Gerade habe ich bei meinen täglichen Online-Recherchen eine witzige (wenn auch sinnlose) App für das iPhone gefunden.

Für alle Dirtlover, die sich selbst bei Festivals nicht von ihrem Apple-Handy trennen können, ist die Zippo-App die perfekte Chance, um beim romantischen Song der Band die holde Maid neben sich zu beeindrucken.

Die Dirtlovers sagen:Das perfekte Tool für Warmduscher! Trotzdem könnte es wirken!

The Shirts arrived

Oktober 13th, 2008

Endlich ist es soweit. Die Original-Shirts von den Dirtlovers sind auch in Berlin angekommen.

Hier gibt es schon einmal einen exklusiven Einblick, wie die Dinger aussehen.

Die Farbe weiß wurde ganz bewusst gewählt. Immerhin werden solche Shirts am schnellsten dreckig ;-)

Die Dirtlovers sagen: Ab jetzt wirds richtig dreckig mit den coolsten Shirts für den Festivalsommer 2009

Jetzt wird gerockt, live und dreckig!

Oktober 8th, 2008

… und zwar mit unserem neuen Partner www.ligx.de

Ligx.de wirbt mit der Tagline “Einfach Live sein” und genau das wollen wir unseren Besuchern auch ab sofort bzw. ab dem Festivalsommer 2009 bieten, denn die Dirtlovers streamen im nächsten Jahr mit Ligx von einigen Festivals.

Das Portal ist im Dezember 2007 gestartet und hat mittlerweile etwa 20 Streams pro Woche mit einigen hundert bis tausend Besuchern bei den bekanntesten Gigs.

Sie haben in diesem Jahr unter anderem vom Frequency, vom Splash und vom MTV Hip Hop Open aber auch von kleineren Events gestreamt. Die Mitschnitte könnt ihr bei uns auf den jeweiligen Festivalsites sehen.

Das Portal an sich hat sich auf Events im Hamburg bzw. Norddeutschen Raum spezialisiert, seit 2 Monaten sind sie aber auch in Berlin mit einem Office vertreten.

Derzeit gibt es bei Ligx für jeden Gig bzw. für jede Band einen Player, in dem man lediglich ein Programm abspielen kann. Das bedeutet, dass jeder Stream eine ID hat.
Das bedeutet wiederum im Klartext: Für das Frequency gibt es einen Player, in diesem kann man aber keine Inhalte vom MTV Hip Hop Open sehen und umgekehrt.

Bei unserem Meeting mit Ligx wurde uns erzählt, dass man derzeit  an einem Relaunch arbeiten, der im November über die Bühne gehen soll. Dann soll es auch die Möglichkeit geben, einen Player einzubinden, der dem User die Möglichkeit gibt, zwischen den Channels zu switchen bzw. sich sogar das eigene Programm zusammenzustellen. Natürlich wird es diesen Player auch bei den Dirtlovers zu sehen geben.

Einen kleinen Vorgeschmack, wie die Zusammenarbeit zwischen den Dirtlovers und Ligx aussehen wird, könnt ihr bereits jetzt auf den Seiten der oben genannten Festivals sehen.

Alles weitere kommt dann im Winter 2008 und sollte bis zur neuen Festivalsaison im neuen Dirtlovers-Gewand online stehen.

Bis dahin sagen wir: Rock On (am besten live mit Ligx)!

Dörten bis man grün wird

Oktober 8th, 2008

Auf dem neuen LOHAS-Portal www.gillout.com habe ich gerade über LOHAS-Denken bei Festivals gelesen.

LOHAS steht für Lifestyle of Health and Substainability. Die Anhänger werden gerne auch als kulturell Kreative bezeichnet, kurz gesagt handelt es sich um die modernen Grünen ;-)))

Lassen wir das und kommen wir zum Punkt: Großveranstaltungen wie Musikfestivals hinterlassen nicht nur bleibende Eindrücke und Erinnerungen bei den Fans, sondern auch riesige Müllberge.

Die ebenfalls benötigte Energiemenge, die oft den Jahresverbrauch einer Kleinstadt darstellt, tragen natürlich nicht positiv zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Die weltweiten Musikevents von Live Earth haben letztes Jahr gezeigt, dass ein großes Publikum für das globale Thema Klimawandel begeistert werden kann. Reguläre Festivals können aber durch Umweltschutzmaßnahmen gezielt etwas gegen den Klimawandel tun. Das noch anstehende Roskilde-Festival in Dänemark kann als Pionier eines ökologisch ausgerichteten Musikfestivals gesehen werden. Die Organisatoren des größten nordeuropäischen Festivals achten schon seit 1994 auf die Einhaltung strenger Umweltschutzvorgaben. Neben der Mülltrennung, dem Kompostieren der organischen Abfälle und dem Verwenden von recyclingfähigen Plastikbechern wird der verbliebene Profit des Events für humanitäre Zwecke gespendet. Seit letztem Jahr wird von der weltgrößten Musikmesse MIDEM in Cannes der “MIDEM Green World Award” verliehen. Dabei werden Veranstaltungen auszeichnet, die sich im Umweltschutz engagieren und als Wegbereiter für grüne Großveranstaltungen gelten. Zu den ersten Gewinnern gehören auch die beiden oben genannten Festivals. Ein weiterer Gewinner ist das Paléo Festival in der Schweiz, welches seinen Strom zu 100% aus regenerativen Energiequellen bezieht. Es darf also beruhigt gerockt werden.

Die Dirtlovers meinen: Lasst uns alle zusammensetzen und bei Lagerfeuer Bier trinken. Das macht Spaß und schont die Umwelt.

PS: Cuma Ya My Lord!

Wo geht die Luzzi ab?

September 15th, 2008

Auf Mobile-Zeitgeist habe ich gerade über eine äußerst interessante Mobile-Appilikation gelesen, die ich den echten Dirtlovers nicht vorenthalten möchte.

Der niederländische öffentlich-rechtliche Rundfunksender VPRO hat beim diesjährigen Lowlands Festival (leider noch nicht bei den Dirtlovers im Programm) einen Service vorgestellt. Auf der Mobile-Website zum Festival konnten sich die Besucher nicht nur über das Programm erkundigen, sondern dieses auch bewerten. So konnte man während der Acts bewerten, ob die Stimmung “hot” oder “not” war. Zudem war es über ein Twitter-Plugin möglich, sofort Nachrichten zu hinterlassen.

Die Karte des Festivals fäbrte sich je nach Bewertung ein und damit wurden die Hot-Spots des Events ersichtlich.

Die Dirtlovers meinen: Ein echter Mehrwert für Festivalbesucher, den man auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz 2009 sehen möchte.

Unnütz für echte Dirtlovers

August 13th, 2008

… aber trotzdem ganz cool für alle Headbanger mit besonders langen Haaren, die auch bei einem Festivalmarathon die Geschmeidigkeit ihrer Haarpracht erhalten wollen ist folgendes Produkt.

Spoon Sisters ist das erste Papier-Shampoo der Welt. Klein und handlich vertragen sich die nach Minze duftenden Blättchen mit jeder Gepäckrichtlinie für Festivals, wonach weniger oft mehr ist. Einmal unter fließendes Wasser gehalten, verwandeln sich die Blättchen sofort in Shampoo. Das Papier-Shampoo ist für 12,50 Dollar zu haben und der ideal Begleiter bei Festivals.

Die Dirtlovers sagen: Spoon Sisters, damit Sie auch morgen noch stillvoll und vor allem glanzvoll Headbangen können!

Neues von den Dirtlovers

August 1st, 2008

Okay okay, der Festivalsommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Dennoch gibt es für uns nicht wirklich einen Grund, mit Innovationen aufzuhören bzw bestehendes Material zu verbessern.

So haben wir folgende neue Funktionen und Bestandteile auf www.i-love-dirt.com erweitert.

Seit neuestem gibt es ein Forum. In diesem geben wir angemeldeten Usern die Möglichkeit, sich zu den unterschiedlichsten Themen auszutauschen aber auch Feedback zu geben, was noch fehlt bzw. was ihr euch wünscht. Auch das Thema Mitfahrbörse wird hier bereits angeteasert. Dieser Bereich wird aber definitiv noch ausgebaut werden, so viel darf an dieser Stelle schon verraten werden.

Des weiteren haben wir durch unsere Festivalfotografen und Kooperationspartner aus dem TV-Bereich ständig neue Fotos und Videos bekommen und es werden noch einige neue Inhalte hinzukommen.

Auch mit neuen Kooperationspartnern stehen wir gerade in Verhandlung.

Wir sind nun auch bei MySpace und Youtube mit einem Profil bzw. mit einem Channel vertreten. Vorbeischauen lohnt sich und wir werden auch im Herbst und Winter bzw. im Frühling 2009 dort die Inhalte gewaltig aufstocken und dafür sorgen, dass bestehende Inhalte bei den Dirtlovers besser aussehen.

Mit knapp 130 Festivals in nur drei Monaten haben wir zwar bereits die großen Festivals inhaltlich abgedeckt. Von einer umfassenden inhaltlichen Abdeckung kann alllerdings noch nicht die Rede sein. Auch dieser Punkt wird in der Zwischensaison groß geschrieben und wir geben alles, um auch die neuen kleinen Events mit ins dreckige Boot zu holen,

Abschließend noch ein Punkt zu den neuesten Inhalten.

Unser Dirty Knipser Tim betreibt auch eine Radiosendung, in der er Interviews mit den Bands führt. Auch diese Inhalte hat er uns netter Weise zur Verfügung gestellt. Zu hören gibt es erste Gespräche vom diesjährigen With Full Force unter anderem mit JBO auf seiner dreckigen Profilseite.

Ganz zum Schluss noch ein kleiner Ausblick in die Zukunft. Auch das letzte Medium - Live - spielt für uns eine große Rolle. Daher befinden wir uns derzeit in Gesprächen, um euch diesen Punkt vielleicht sogar bereit 2009 hier präsentieren zu können also gilt wie immer: Vorbeischauen lohnt sich denn in Wirklichkeit ist jeder von uns im Herzen dreckig!

Rock On,

Eure Dirtlovers!

Wacken 2007 - Ein Bericht von Dirtlover Tim

Juli 25th, 2008

Ein idyllisches norddeutsches Dorf, eine kleine Straße. Die Sonne scheint auf die Reihenhäuschen. Davor sitzen die schwarz gekleideten Bewohner in ihren Vorgärten und machen den Teufelsgruß zu vorbeilaufenden Leuten. Das wäre wohl auffällig, wenn nicht 60000 ebenfalls schwarz bekleidete Leute durch die Straße pilgern würden. Einige ziehen Bierkästen hinter sich her, ab und zu liegt jemand schlafend auf der Wiese.

Das war mein erster Eindruck von meinem ersten Besuch auf dem Wacken 2007, den ich mit meiner Freundin unternommen habe. Der zweite Eindruck war dann weniger spaßig: fast 2 Stunde Tasche schleppen, vom Auswurfplatz unserer Mitfahrgelegenheit bis zum Bändchencontainer und wieder zurück zum Campingplatz. Es war Donnerstag und viele Partys wurden schon gefeiert, danach sah es zumindest aus. Und so wollten wir schnellstmöglich unser Zelt aufbauen um mitzufeiern.

Dieses stand auch schnell und da hieß es natürlich ab zum Festivalgelände. Von weitem haben wir schon Neaera gehört und leider verpasst. Obwohl die Wartezeiten am Festivaleingang beträchtlich kurz waren. Man hat gemerkt, dass es mittlerweile das 18. Wacken war. Die Organisation war gut, und so wurde auch mit dem wohl größten Problem souverän umgegangen – dem Schlamm. Die Tage vor dem Festival hatte es nämlich aus Eimern geschüttet und erst an dem Tag aufgehört, als wir kamen – verständlich! Trotzdem musste der Boden abgetragen werden, 5000 qm Vlies wurden kurzfristig vor den Bühnen verlegt, darauf 1.500 Tonnen Häckselgut verteilt und die Fläche mit 600 Rundballen Stroh abgedeckt. Ansonsten wäre es ein großes Schlammbad geworden. Die beträchtliche Arbeit hat die größte Zugmaschine Europas geleistet, ein 500 PS starker Traktor sowie 4 Bagger. Beim größten Metalfestival der Welt erwartet man natürlich auch geballte Kraft der Organisatoren.

Aber wir waren wegen der Musik da. Auf der PartyStage haben wir dann gleich eine Entdeckung gemacht: „Animal Alpha“ aus Finnland. Die Sängerin mit ihrem weiß geschminkten Gesicht und den blonden Haaren stellte sich kurzerhand im Text des ersten Liedes vor und machte ordentlich Stimmung. Wir stürzten uns also in die Musik. Es folgten „All that remains, „Hatesphere“ und „Overkill“. Dann ging es für uns erst einmal in den Backstage. Die Party in der Party sozusagen. Und dafür stand eigens ein roter Londoner Bus bereit, indem eine Cocktailbar Platz fand. Wer Lust auf ein Bad hatte, denn die Sonne schien schon recht kräftig, der konnte sich in eine große Holztonne voller Wasser werfen, ohne Whirl zwar, aber mit viel Pool. Und das nahmen auch einige in Anspruch.

Auf den Mainstages wurde es dann very true, denn die Headliner „Sodom“ und „Saxon“ regierten das Festival im Dunkeln. Vor einer riesigen Leuchtdiodenwand wirkten die kleinen Männchen fast verloren, ihre Musik stand dafür im Mittelpunkt.

Die Bildschirme und die wahnsinnige Technik waren wohl der Grund, warum 80 Stromaggregate den Verbrauch einer ganzen Kleinstadt erzeugt haben. „Maroon“ hat noch für uns auf der Tentstage ausgebrüllt, bis wir schließlich ins Zelt und in nächtliche Träume gefallen sind. Das fiel nicht einfach, denn die zahlreichen Helga- Spiderschwein- und Timmäää-Rufe hatten für die alkoholisierten und nichtalkoholierten Besucher noch nichts von ihrem Reiz verloren. Ohropax waren also unsere Kuscheltiere in den Nächten.

Auch auf dem Zeltplatz haben wir reichlich Glück mit den Festivalbetreibern gehabt. Hätten die nicht mit einem Helikopter vor Festivalbeginn die Flächen in 60cm Höhe trocken „gefönt“, wäre es ziemlich nass geworden.

Am zweiten Tag wurden wir um 6Uhr geweckt - mit französischer Rockmusik. Es gibt besseres, vor allem um die Uhrzeit. Nach dem Aufstehen haben wir uns über saubere stationäre Duschen und Klos gefreut, für die es auf vielen Festivals keine Garantie gibt.

Musikalisch losgelegt haben nach dem späten Frühstück gleich „Napalm Death“ und „Amorphis“, bei einem grandiosen Wetter, das uns die ganzen Tage erhalten blieb. Die Männer von „Grave Digger“ haben ihre weißen Haare im Takt geschwenkt und uns noch nichts von dem gruseligen Bild erahnen lassen, was uns gleich danach beschert wurde. Ich musste es betrachten, nicht weil ich wollte, sondern weil ich ja auch in fotografischer Mission unterwegs war. Und so ziert seit diesem Tag auch ein Foto des pompösen mit Pflastern beklebten Hinterns von Turbonegro-Sänger Hans Diyvik Husby die I Love Dirt-Gallerie. Als nächstes hat JBO ihre musikalischen Witze gerissen. Sie haben meines Erachten die meisten Zuschauer im Hellen angelockt. Wie gewohnt ging es auch mal unter die Gürtellinie von Stars in den Ansagen. Irgendjemand ist dann im Outfit des Todes zu „Ein guter Tag zum Sterben“ herumgehüpft und auch für Trachtenkleider waren sich die Männer um JBO nicht zu Schade.

Nun folgten die großen Größen: die Epen „Blind Guardian“, aus dem hohem Norden „Dimmu Borgir“ und schließlich „Iced Earth“. Die Atmosphäre unbeschreiblich, die Lichtshow passend zu den wunderschönen Klängen. So ging dann der Abend langsam zu Ende, die Nacht allerdings hat dann noch Samael und die Apokalyptischen Reiter bestimmt, doch viele waren wohl schon auf dem Campingplatz unterwegs. Zu denen zählen auch diejenigen, die 100 Euro ausgeben, nur um dort zelten zu können. „Welche Bands fandest du am besten?“ „Ach, ich hab noch keine gesehen!“ Und wegen solchen Typen wird man dann am nächsten Tag wieder zu unmöglichsten Zeiten geweckt. Nur weil die Nachbarn ausgeschlafen sind, heißt es noch nicht, dass sie pünktlich um 8 Uhr Techno spielen dürfen! Techno auf einem Metalfestival! Und nebenan dröhnte aus den selbstgebastelten Boxen HipHop! HipHop auf einem Metalfestival! So tief steckten meine Ohropax noch nie in den Ohren.

Der Sonnabend begann also eher müde und verstimmt. Da half nur eine morgendliche Wäsche mit eiskaltem Wasser und ein ausgedehntes Frühstück. So lang konnten wir aber nicht trödeln, pünktlich um 12 Uhr ging es mit „Sonic Syndicate“ weiter, die Newcomer aus Schweden. Und von denen konnten wir sogar Karin und Robin für ein kleines Interview gewinnen. Der Altersdurchschnitt der Band liegt bei ungefähr 20 Jahren, und so war es ein nettes Treffen, denn die noch Allürenfreien Musiker haben gern Auskunft über ihre Band gegeben. Auch ihr Auftritt konnte sich sehen lassen, diese Jungs und das Mädel werden sicher zukünftig noch oft zu sehen sein. Danach haben die deutschen „Heaven Shall Burn“ und „Stratovarius“ die Alkoholleichen zu Zombies erwecken lassen. So sah auch der Mann im Schottenrock aus, der am Abend während „Type O Negative“ mitten zwischen den Leuten gegrunzt hat, die Beine angewinkelt und, ja, nichts drunter… Ich frag mich nur, wozu die vorbeikommenden Leute einen Pümpel (dieses Abflussgummiding) hatten, bevor sie sich damit an dem Schlafenden zu schaffen machten.

Auch Sänger Peter Steele von „Type O Negative“ war ziemlich angetrunken, was lustig war aber zum Glück die Musik nicht beeinflusst hat. Ihre Show war auf jeden Fall gelungen.

Erwähnenswert ist auch der japanische „Dir en Grey“-Sänger Kyo, der sich vor leidendem Mitgefühl zur Musik die Brust zerkratzt hat, bis das Blut lief. Ob nun Show oder wahre Gefühle, das war nicht jedermanns Sache. Gut, dass es danach recht zart zuging. Die Geigenspielerinnen, mit denen „Rage“ zusammen aufgetreten ist, haben zum Glück auf der Bühne nebenan gespielt, wo noch kein Blut geflossen ist. Der Höhepunkt des Abends waren aber wohl „In Flames“, bei denen die Flammen in Form eines Feuerwerks hoch in den Himmel schlugen und die viel Action auch in ihrer Musik gaben.

Das Wacken 2007 hat dann Subway to Sally beendet, die um 2 noch einmal alles gegeben haben. Eine Menge Party gab es dann noch, für uns beide nicht ganz so viel, denn wir mussten ja am nächsten Tag zurück und so ne Autofahrt von 600km kann man nüchtern echt besser verkraften.

Der Sonntag sah dann echt interessant aus, eine kostenlose Freakshow war das, wenn man den Leuten ins Gesicht geschaut hat. Aber ich muss trotzdem sagen, dass die Metaller wieder einmal zu den umgänglichen Leuten gehören auf Festival. Manche sind vielleicht ein wenig faul, deshalb gab es brennende Zelte. Und die paar umgekippten Dixieklos unter 1000 insgesamt fallen da auch kaum auf. Die meisten waren einfach sehr kollegial, hilfsbereit und höflich zueinander. Eine große Party, die sich für alle, für uns und natürlich auch meine Kamera gelohnt hat. Und so haben wir die letzten Spinnen aus dem leeren Zelt geklopft, um uns mit den einigermaßen an Alkohol erleichterten Taschen wieder zurück zur Mitfahrgelegenheit zu schleppen, ein wenig Luxus musste jetzt einfach sein.

Aber auch die Fahrt war noch interessant. Denn bei einem Zwischenstopp in Hamburg, um Freunde zu treffen, haben wir ein Straßenfest besucht und uns gewundert, warum ich und ein guter Freund ständig von den männlichen Besuchern so interessiert angeschaut wurden. Bis wir dann entdeckt haben, dass die bunte Kleidung mancher nicht von ungefähr kam – wir befanden uns auf dem Christopher Street Day. Nach einigen Flirtversuchen (nicht unsererseits) wurde die endgültige Rückfahrt ins Abendrot angetreten. Aber was heißt „endgültig“? Wacken 2008 ruft schon…

User Generated Festival-Stoffband

Juli 20th, 2008

Das Web 2.0 hat den User zum Prosumer gemacht. Dabei handelt es sich um ein Mix-Wort, das den Aktivierungsprozess des passiven Nutzers hin zum Produzenten und Consumer von Inhalten beschreibt.

Dass dieses Phänomen auch im echten Leben und nicht nur im Internet spürbar ist, zeigt nun das Palaverama Festival im niederösterreichischen Gmünd.

Der Veranstalter bietet dem Publikum die Möglichkeit, das beliebte Stoffband, das mancher Dirtlover manchmal über ein Jahr und länger mit sich trägt, selbst zu gestalten.

Auf der Website des Festivals stellt der Veranstalter alle nötigen Unterlagen (Schriftart und Gestaltungsvorgaben) zur Verfügung.

Zu gewinnen gibt es übrigens 2 VIP-Tickets!

Die Dirtlovers sagen: Coole Sache, mit der man den Festivalbesuch noch lang nach dem eigentlichen Event in Erinnerung behält!

Live-Mitschnitt auf USB-Stick

Juli 14th, 2008

Bei Melt! und Splash! Festival wird 2008 testet Concert Online erstmals eine neue Form der Distribution von Live-Mitschnitten.

Auf USB-Sticks können die Fans das Konzert, bei dem sie live dabei waren, kaufen.

Diese Video-Concert-Sticks tragen einen Video- und Audio-Mitschnitt des Gigs auf sich.

Beim Splash! hat sich Rapper Ice Cube für das Experiment bereit erklärt!

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Zwischen 5 und 17 Euro sollen die Aufzeichnungen kosten, die auch im Internet als Download zur Verfügung stehen. Auf der Musik-Site Laut.de ist außerdem zu lesen: “In naher Zukunft soll es zusätzlich User-Generated-Content geben, auf dem Bands ihren Auftritt selbst publik machen können.”

Die Dirtlovers sagen: Eine tolle Sache, die den dreckigen Festivalbesuch auf lange Zeit festhält!